Präsentation

Die Geschichte der Eisenmanufaktur Fürst Stolberg Hütte

 

Der Grundstein für die heutige Fürst Stolberg Hütte wurde 1530 von Graf Botho zu Stolberg gelegt. Mit der Herstellung von kunstvoll gearbeiteten Ofen- und Kaminplatten und von gußeisernen Öfen, eroberte sich die Fürst Stolberg Hütte großes Absatzgebiet und erlangte Weltruf.

Auf dem Bild sehen Sie eine Ofenplatte die schon seit 1569 in unserem Betrieb hergestellt wird. Sie zeigt eine Szene aus dem Leben Jacob und Josephs. Zur damaligen Zeit waren biblische Motive ein vorherrschendes Thema.

1855 auf der Pariser Weltausstellung erregte ein 7m hohes Monument aus Gußeisen, ein Erzeugnis der Ilsenburger Hütte, allgemeine Bewunderung. Der Guß ist äußerst scharf und sauber.


 

Die Fürst Stolberg Hütte beteiligte sich am Ende des 19. Jahrhunderts an vielen natio- nalen und internationalen Ausstellungen und erzielt mit ihren Produkten Gold- und Silbermedaillen.

Große Künstler, wie Albrecht Dürer, Karl-Friederich Schinkel, Alphons Mucha, Albin Müller, G. Wechter, Thorwaldsen, Labenwolf, Cellini, Petrucci, Holbein, Ferdinand Schneevoigt, Hermann Hase, Henning aus Florenz, Eduard Schott, Walter Schott, Modellschneider Ronnung (Ofenplatten des 16. Jh., Meister der Königin von Saba) schufen für die Hütte Modelle oder ihre Arbeiten wurden von den Modelleuren der Hütte als Vorlagen für originalgetreue Eisenkunstgussmodelle verwandt.

Da die Fürst Stolberg Hütte zur damaligen Zeit sehr bekannt war ist es nicht verwunderlich, daß auch einige berühmte Persönlichkeiten der Hütte einen Besuch abstatteten. Im Jahre 1697 besuchte Zar Peter der Große die Ilsenburger Eisenhütte. 1873 folgte Kronprinz Friedrich der spätere Kaiser Friedrich III. Auch die Deutschen Kaiser Wilhelm I und Wilhelm II besuchten die Fürst Stolberg Hütte.
Als letzter Monarch besuchte 1929 König Fuad von Ägypten die Eisengießerei.

Nach dem Kriege 1914 – 1918 ging die Gießerei in die Hände der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik in Magdeburg über und wurde im Jahre 1925 von den Fürsten zu Stolberg Wernigerode zurückgekauft und wieder als „Fürst-Stolberg-Hütte“ geführt. Seinerzeit wurde die Fertigung von Diesellokomotiven, Kränen usw. aufgenommen. 1930 wurden die Krupp Gruson Werke in Magdeburg Eigentümer der Fürst Stolberg Hütte.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde die Fürst Stolberg Hütte verstaatlicht, in Ilsewerk umbenannt und produzierte als Zweigbetrieb des Schwermaschinenbau-
kombinates Ernst Thälmann ausschließlich Industrieguß.
Am 01.04.1993 erfolgte die Privatisierung unter dem traditionellen Namen Fürst Stolberg Hütte.

Das Produkspektrum umfaßt heute ein Spektrum vom Kunstguß, mit Tellern, Figuren, Kerzenleuchtern, Jagdmotiven und Wand- und Ofenplatten, über Stadt- und Gartenmöbel, mit Lampen, Bänken, Tischen und Stühlen. Aber auch der Industrieguß spielt eine bedeutende Rolle mit seiner Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien. Daneben bildet die Restaurationen alter Gußteile ein weiteres Geschäftsfeld, in dem sich die Fürst Stolberg Hütte schon einen Namen gemacht hat.

 

Die Mitarbeiter der Fürst Stolberg Hütte zeigen Ihnen bei einem Besuch gerne ihre großen handwerklichen Fähigkeiten beim Formen und Abgießen von künstlerisch wertvollem Eisenguß. Es wird für Sie ein unvergeßliches Erlebnis bleiben, flüssiges Eisen beim Abgießen der Formen zu beobachten und den Fertigungsablauf unserer Produkte zu verfolgen.
Besuchen Sie auch
das Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg!